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Getrennte Streifen und vibrierende Sitze

veröffentlicht am

Manni ist Busfahrer aus Leidenschaft. In manchen Situationen hätte er da vorne am Steuer gerne noch ein paar Augen mehr. Instamanni sorgt dafür, dass die ASEAG nicht nur Bus fährt, sondern immer mal wieder auch viral geht. Bei schönem Wetter ist er selbst gerne mit dem Rad unterwegs.

 

Instamanni: „Kennst Du das? Dieses Gefühl, dass auf der Straße nicht genug Platz ist?“

Manni: „Hör mal, ich fahre einen Bus. Natürlich kenne ich das. Aber wie kommst Du drauf? Auf dem Rad brauchst Du doch nicht so viel Platz.“

Instamanni: „Glaubst Du! Erst gestern ist es mal wieder super eng geworden. Ich habe mich so dermaßen erschreckt.“

Manni: „Erzähl!“

Instamanni: „Ich war unterwegs zur Post, den Alexianergraben runter. Links überholt mich ein Bus, als rechts ein Auto ein Stück aus einer Parklücke rauszieht. Ich muss ’nen Schlenker fahren, aber der Bus kann nicht ausweichen, weil er dann in den Gegenverkehr reindonnert. Ich sag Dir, noch ein paar Zentimeter mehr und das wäre richtig übel geworden.“

Manni: „Was ein Albtraum!“

Instamanni: „Kann ich Dir sagen … es müsste halt mehr Platz auf der Straße sein.“

Manni: „Und der Platz, der schon da ist, müsste anders aufgeteilt werden.“

Instamanni: „Wie denn?“

Manni: „So, dass sich die einzelnen Verkehrsteilnehmer auch in so krassen Momenten wie bei Dir gestern nicht in die Quere kommen. Klarere Trennung von Fahrstreifen. Der für Busse in die Mitte, zum Beispiel.“

Instamanni: „Klingt gut. Das würde vermutlich einiges entschärfen. Ich müsste mir dann auch nicht dauernd Gedanken machen, ob ich jetzt gerade wahrgenommen werde oder nicht.“

Manni: „Absolut! Wobei sich gerade hier einiges tut. Etwa wenn es darum geht, die Aufmerksamkeit zu schärfen. Jeder Bus hat zum Beispiel diese Aufkleber.“

Instamanni: „Klar, die kenne ich. Sind ja auch kaum zu übersehen. In manchen Situationen sind die die richtige Erinnerung zur richtigen Zeit mit ihrer klaren Ansage: Achtung, hier sehe ich Dich nicht! Wobei das ja nur meine Aufmerksamkeit als Radfahrer schärft.“

Manni: „Bei uns vorne im Cockpit klebt auch ein Aufkleber, der uns auch in stressigen Momenten daran erinnert, ausreichend Abstand zu halten, wenn wir Radfahrer überholen.“

Instamanni: „Oh, das wusste ich noch gar nicht.“

Manni: „Woher auch?! Du sitzt ja nie auf dem Fahrersitz unserer Busse. Wusstest Du denn, dass die Sitze in ganz besonders gefährlichen Situationen vibrieren?“

Instamanni: „Vibrieren?“

Manni: „Ja, das ist bei allen neuen Citaro-Bussen serienmäßig verbaut. Die haben einen doppelten Radarsensor auf der rechten Seite. Musst Du mal drauf achten, so ein kleines Kästchen direkt hinter dem Vorderrad. Und dieser Sensor erfasst auf der gesamten Fahrzeuglänge, ob Radfahrer oder Fußgänger dem Bus zu nahe kommen und eine Situation so gefährlich werden könnte. Um die Situation ganz zu erfassen, erhält der Sensor auch Infos zum Lenkwinkel und ob beispielsweise der Blinker aktiviert wurde. Gerade beim Abbiegen nach rechts ist dieses komplette Erfassen des toten Winkels eine enorme Erleichterung für uns Fahrer.“

Instamanni: „Kann ich mir vorstellen. Und der Sensor rüttelt dann am Sitz?“

Manni: „Im schlimmsten Fall ja. Zuerst einmal geht draußen am Bus ein gelbes Warnlicht in Dreiecksform an, falls die Entfernung zur rechten Seite des Busses zu gering ist. Sollte die Gefahr eines Zusammenstoßes bestehen, wechselt die Farbe des Lichts zu Rot. Und das ist dann der Moment, in dem der Fahrersitz vibriert. Aktuell vibriert noch nichts – aber in den neuen Bussen, die bald kommen.“

Instamanni: „Ich bin jedenfalls total froh, nicht am Rest vom Bus gerüttelt zu haben.“

Manni: „Hast Du da gar nix zu gepostet? #Schweingehabt oder so?“

Instamanni: „Mensch, das habe ich vor lauter Schreck glatt vergessen. Mache ich nächstes Mal.“

Manni: „Bitte?! Es wird doch hoffentlich kein nächstes Mal …“

Instamanni: „Bei Ironie und Sarkasmus vibriert Dein Sitz nicht, oder?“

Manni: „…“

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