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Wie kommt die Werbung auf den Bus?

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Das hat Instamanni Josef Pier, einen unserer langjährigen Mitarbeiter, gefragt. Josef war seit 1976 bei uns angestellt, arbeitete 43 Jahre unter anderem als ausgebildeter Lackierer! Mittlerweile ist er im Ruhestand, unterstützt uns aber immer noch gerne mit seiner Lieblingstätigkeit: Busse bekleben.

Wie kommt die Werbung auf den Bus?

Josef erklärt den Ablauf folgendermaßen:

  1. Auserwählten Bus „abstellen“ – Zunächst muss der Bus aus dem regulären Verkehr herausgenommen werden, da er kurze Zeit nicht im Linienverkehr mit Fahrgästen eingesetzt werden kann. Dann wird er in die Werkstatt gefahren – von unserem Werkstattpersonal. Hierfür brauchen die Kollegen einen „Hof-“ oder „Linksherum“-Führerschein. Warum „linksherum“? Auf unserem Gelände wird nur in eine Richtung gefahren – und zwar linksherum.
  2. Alte Werbung entfernen – Ist alte Werbung auf dem Bus, muss sie natürlich entfernt werden. Wir nennen das „neutralisieren“. Am besten macht man alles in einem Abwasch: die alte Werbung ab und die neue dran. Dadurch muss man den Bus nicht zweimal „abstellen“.
  3. Klebereste entfernen – Das geht mit Silikonlösemittel.
  4. Die Fläche reinigen, die beklebt wird – Hierzu nimmt man ganz normales Wasser.
  5. Endlich, jetzt kann beklebt werden – Es gibt zwei Methoden. Bei der ersten wird die Werbefolie an einer Stelle angeklebt und das Trägerpapier sorgsam auf der Unterseite abgezogen. Parallel wird die Folie mit einer so genannten Rakel ohne Falten und Luftblasen glatt an den Bus angestrichen – hier kann man mehrfach ansetzen. Die andere Technik ist die Wasser-Methode. Hier werden die Folie und die zu beklebende Fläche mit einer Mischung aus Wasser und Spüli besprüht und die Folie an die richtige Stelle geschoben. Über die Stelle wird anschließend geföhnt, denn das Wasser muss ja wieder weg, damit die Folie richtig klebt.

Und was, wenn doch was schief geht? Entstehen Luftblasen, hilft ein kleiner Schnitt in die Folie und sie kann wieder glatt gestrichen werden.

Früher, in den 70er und 80er Jahren, bestand die Werbung auf unseren Bussen übrigens nicht aus Folien, sondern aus Lack. Dabei klebte man Bleifolie auf den Bus, die Buchstaben für den Werbeschriftzug wurden ausgeschnitten, die freien Stellen lackiert und dann die Bleifolie wieder abgezogen. Ganz schön aufwendig.

Bei all den vielen Bussen, die Josef in den letzten Jahrzehnten beklebt hat, hat er bestimmt einen Lieblingsbus. Welcher ist es? Der MAN SG 242 mit Werbung für Zack Zack.

 

Danke, Josef!

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