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So entstand der Öcher Long Wajong

veröffentlicht am

Eine Erfolgsgeschichte geht zu Ende – nach rund 15 Jahren. Jetzt haben die Doppelgelenkbusse ausgedient. Neue, innovative Elektrobusse wurden angeschafft. Wir schauen nochmals auf den Entstehungsprozess der „Öcher Long Wajongs“ zurück – mit ein bisschen Herzschmerz und Nostalgie.

Luftaufnahme des belgischen Familienunternehmens van Hool mit Sitz in Koningshooikt. Hier wurden die Öcher Long Wajongs gebaut. Van Hool war einer der wichtigsten unabhängigen Hersteller von Stadt- und Reiseomnibussen und Nutzfahrzeugen in der Welt. Neben der Produktion von etwa 1800 Stadt- und Reiseomnibussen wurden jährlich über 5.000 Auflieger, Fahrgestelle und Tankcontainer gebaut und verkauft. Die van Hool Produktion war äußerst flexibel. Dadurch konnten sowohl große Serien als auch individuelle Fahrzeuge maßgeschneidert angefertigt werden.

Der Produktionsprozess:

Reifen und Fahrgestell sind schon erkennbar.

Vom Gerippe (Grundgerüst) bis zum ersten Anstrich…

… jetzt mit eingebauten Scheiben…

… bereit für die erste Testfahrt.

 

So sieht der Long Wajong in Zahlen aus:

Länge: 24,79 m (zum Vergleich: normaler Bus 11 Meter, Gelenkbus 18 Meter)
Breite: 2,55 m
Höhe: 3,28 m
Einstiegshöhe: 33 cm
Innenhöhe: 2,31 m
Radstände: 5,79 m / 7,15 m / 6,45 m
Sitzplätze: 57
Stehplätze: 127
Plätze insgesamt: 184
Leergewicht: 21,5 t
max. Gesamtgewicht: 35 t
Motor: DAF-Turbodiesel PE 265 C Euro 3-Norm, 6 Zylinder
Hubraum: 9200 ccm
Getriebe: Automatikgetriebe mit fünf Stufen, Voith D864.5
Leistung: 265 kW / 360 PS
Hersteller: Van Hool/Belgien
Höchstgeschwindigkeit 85 km/h
Tank: 420 Liter
sonstige Ausstattung: 4 Doppeltüren mit niedrigem Einstieg, behindertengerecht durch Klapprampe und Absenkbarkeit, Scheibenbremsen an allen Achsen

 

Und so war er im Sommer wie im Winter für uns unterwegs:

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Kommentare

Carl schreibt am 08.01.2020 01:20 Uhr

Wie steht es eigentlich um die Sileos? Da sollte doch auch ein Doppelgelenkbus bei sein. Werden die/der noch geliefert?

Manni Familie schreibt am 09.01.2020 14:56 Uhr

Hi Carl,
da ist der Stand wie gehabt: Sileo kann die Busse die wir bestellt haben, also auch den Doppelgelenkbus, nicht liefern. Wir sind aber weiterhin im Gespräch mit Sielo.
Viele Grüße,
Blaumanni

Rüdiger Krause schreibt am 30.01.2020 00:14 Uhr

Tja, hätte man eine Straßenbahn, bräuchte man nicht solch lange Spezialbusse, die auch noch eine Sondergenehmigung für den Betrieb brauchen, weil sie länger sind als die Straßenverkehrsordnung zulässt.
Aber die Aachener wollten ja keine Straßenbahn ...

Ralf schreibt am 30.05.2020 23:22 Uhr

Wieso wurden die Doppel-Gelenkbusse eigentlich aus dem Verkehr genommen? Gerade jetzt in der Corona-Zeit waren die doch optimal gewesen wegen Abstandsregeln etc.

Manni Familie schreibt am 02.06.2020 10:57 Uhr

Hallo Ralf,
die Doppelgelenk-Busse waren für uns nicht mehr wirtschaftlich. Der Unterhalt und die Wartungskosten sind zu hoch gewesen. Wir haben einige Capa-City im Einsatz, die zwar kürzer sind, aber etwa die gleiche Fahrgast Kapazität haben.
Viele Grüße,
Instamanni

Harald Vonhoegen schreibt am 15.07.2020 12:52 Uhr

So ganz erreichen die Capacitys aber doch nicht die Kapazität der alten Doppelgelenkbusse.

Mit den Doppelgelenkbussen sind früher die Linien 5 und 45 betrieben worden (zumindest überwiegend, es waren wohl nicht genügend Doppelgelenkbusse vorhanden!). Von Capacitys ist aber auf diesen Linien jetzt kaum etwas zu sehen, ganz überwiegend sind ganz normale Gelenkbusse im Einsatz. Dies ist um so ärgerlicher, als die Einführung der Doppelgelenkbusse seinerzeit als gewisser Ausgleich für die Reduzierung des Fahrplantaktes der 5er Linien von 5/10-Minutenverkehr auf 7,5/15-Minutenbetrieb dienen sollte, wobei diese Taktreduzierung nicht mit mangelnden Fahrgastzahlen, sondern mit finanziellen Erwärungen begründet worden ist.

In Presseberichten über die Außerdienststellung der Doppelgelenkbusse war Ende vergangenen Jahres außerdem zu lesen, dass im März oder April zusätzliche Capacity-Busse kommen sollen. Was ist mit diesen Fahrzeugen? Außerdem stellt sich natürlich die Frage, ob man im Interesse der Fahrgäste mit der Außerdienststellung der Doppelgelenkbusse nicht bis zur Verfügbarkeit zusätzlicher Capacity-Busse hätten warten können.

Manni Familie schreibt am 21.07.2020 11:26 Uhr

Hallo Herr Vonhoegen,
danke für Ihren Kommentar. Die neuen CapaCity-Busse sind bei uns angekommen und werden jetzt noch von der Werkstatt für ihren Einsatz bei der ASEAG vorbereitet. Es muss zum Beispiel noch die iBox und der Validator eingebaut werden. Gegen Ende der Sommerferien sind dann alle neuen Busse im Einsatz. Sie werden hauptsächlich auf den Linien 5, 45 und 73, 173 eingesetzt.
Viele Grüße, Instamanni

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